Wirksame Schichtdicken

Zur Bestimmung der wirksamen Schichtdicken der Bauteile, die mit der Raumluft in Berührung kommen, sind die nachfolgenden Regelungen zu beachten.

  • Bei Schichten mit einer Wärmeleitfähigkeit λ ≥ 0,1 W/(mK), die einseitig an die Raumluft grenzen, gilt:
    Aufsummierung aller Schichten bis zu einer größten Gesamtdicke von di,max = 0,10 m.
  • Bei Schichten wie oben, die beidseitig an die Raumluft grenzen (Innenbauteile), gilt:
    halbe Bauteildicke bei einer Schicht, wenn die Dicke d < 0,20 m ist, oder höchstens 0,10 m, wenn die Dicke d ≥ 0,20 m ist.
  • Bei mehreren Schichten:
    Vorgehensweise wie bei einseitig an die Raumluft grenzenden Schichten, allerdings beidseitig angewendet.

Bei raumseitig vor Wärmedämmschichten (z.B. Estrich auf einer Wärmedämmschicht) liegenden Schichten mit einer Wärmeleitfähigkeit λ ≥ 0,1 W/(mK) dürfen nur die Dicken der Schichten bis höchstens 10 cm in Ansatz gebracht werden.

Als Wärmedämmschichten gelten Baustoffe mit Wärmeleitfähigkeiten λ < 0,1 W/(mK) und einem Wärmedurchlasswiderstand von Ri > 0,25 (m²K)/W.

Seiten-ID: 1993

Dies ist eine Demo-Lerneinheit von GeWeB – Gesellschaft fr Weiterbildung im Bauwesen.

>> Online-Weiterbildung fr Bauingenieure, Architekten und Energieberater